Die Kaiserstadt Hue hat neben der alten Zitadelle des Kaisers auch noch einige kaiserliche Grab- und Gedenkstädten und eines der größten buddhistischen Kloster Südostasiens zu bieten.
Wir beginnen mit einem der mehreren Grabmähler der alten Kaiserdynastie “Lang Tu Duc” des gleichnamigen Herrschers, etwas außerhalb des Stadtkerns. Hier sind Grabmähler zu Ehren des Kaisers, sowie die Gräber seiner ersten Frau, seines Nachfolgers, eine Gedenkstätte für seine Konkubinen und ein Tempel in einer riesigen und wunderschönen Parkanlage untergebracht. Das Grab des Kaisers selbst ist nicht hier und wurde geheim gehalten, da er sich vor Grabräubern schützen wollte. Das ging so weit, dass die Sklaven, die ihn zur Grabstätte trugen und begruben bei ihrer Rückkehr geköpft wurden… ![]()
Nur wenige Gehminuten von der Grabstätte befindet sich der Tempel und Kloster “Ni Xa Dieu Tram” des buddhistischen Ordens “Plum Village”, welcher auch weltweit Kloster betreibt (unter dem Namen European Insitute of Applied Buddhism auch in Deutschland und Frankreich). Hier treffen wir uns mit Thanh Minh, einer Nonne im Kloster und die Schwester von Cuong, einem ehemaligen Kollegen von Tobi. Nach einer Kokosnuss und Früchten und etwas schüchternen Kennenlernens, taut die Stimmung schnell auf, und sie und eine andere Nonne führen uns durch das Kloster und erklären uns einige Traditionen und Lehren des Ordens. Danach gehen wir zu dritt in einen Park über dem Parfümfluss und genießen die Abendstimmung und den Sonnenuntergang mit weiteren Früchten, die Thanh mitgebracht hat. Aber das ist noch nicht genug, sie möchte uns unbedingt noch zu einem “typischen Hue-Essen” ausführen, weshalb wir uns ein Taxi rufen und gemeinsam in die Stadt und in ein Restaurant fahren, das wir alleine nie gefunden hätten (und praktischerweise müssen wir Thanh das mit dem veganen Essen natürlich überhaupt nicht erklären
)
Während sich Thanh verabschiedet und zurück zum Kloster fährt, genießen wir noch einen Spaziergang an der alten Kaiserzitadelle und ein bisschen die festliche Marktstimmung so kurz vor dem vietnamesischen Neujahr. Es gibt zahlreiche Essensstände, Laternen und sogar eine Art Talentshow – wobei die Aufführungen etwas dilettantisch aussehen ![]()
Am nächsten Tag besichtigen wir dann das eigentliche Highlight von Hue, die alte Zitadelle der Kaiserstadt. Hier hat die Kaiserfamilie bis in das frühe 20te Jahrhundert gewohnt. Leider haben sich hier auch die vietnamesischen Kämpfer während des Vietnamkriegs verschanzt, weshalb die Zitadelle von den Amerikanern schwer bombardiert wurde. Wir sehen daher viele Trümmer und Ruinen, aber einige der wichtigsten Gebäude wurden aufwändig restauriert oder gar komplett neu angelegt. Also auf jeden Fall ein lohnender Besuch.
Nach einem entspannten Nachmittag in einem Cafe und einer netten Bar, geht es am nächsten Morgen dann mit dem Flugzeug zurück nach Ho Chi Minh und mit dem Bus direkt weiter ins Mekong-Delta…